Austrian Transition to Open Access 2
AT2OA2

Allgemein

Beschreibung

Das Projekt Austrian Transition to Open Access 2 (AT2OA²) hat, wie das Vorgängerprojekt, das vorrangige Ziel, die Transformation von Closed zu Open Access (OA) bei wissenschaftlichen Publikationen voranzutreiben. AT2OA² setzt sich aus folgenden fünf Teilprojekten zusammen:

Laufzeit:

01.01.2021 - 31.12.2024

Leitung:

Mag. Maria Seissl, Universität Wien, maria.seissl@univie.ac.at
Mag. Brigitte Kromp, Universität Wien, brigitte.kromp@univie.ac.at

Teilprojekt 1 (TP1): Mehr transformative Verträge für Österreich

Beschreibung:

Projektziel ist, Zahl der transformativen Verträge mit wissenschaftlichen Verlagen zu erhöhen. Das Vorgängerprojekt AT2OA hat substantiell zur Finanzierung von Open Access-Verlagsabkommen mit Springer, Wiley und Elsevier beigetragen. Die Maßnahmen aus AT2OA werden, mit dem Ziel weitere Open Access-Vereinbarungen mit wichtigen Verlagen abzuschließen, fortgesetzt.

Leitung:

Mag. Erika Pörnbacher, Universität Innsbruck, erika.poernbacher@uibk.ac.at
Stellvertretung: Mag. Brigitte Kromp, Universität Wien, brigitte.kromp@univie.ac.at

Teilprojekt 2 (TP2): Austrian Datahub for Open Access Negotiations and Monitoring

Beschreibung:

Auf Grundlage der im AT2OA Projekt entwickelten Empfehlungen wird ein nationaler Datahub errichtet. Der Austrian Datahub for Open Access Negotiations and Monitoring bereitet Publikationsdaten aus unterschiedlichen Quellen auf, um sie für ein österreichweites Open Access-Monitoring sowie zur Unterstützung von Verhandlungen mit wissenschaftlichen Verlagen nutzen zu können. Eine Nachnutzung der angereicherten Daten für alle beteiligten Einrichtungen ist vorgesehen. In den auf institutioneller Ebene eingerichteten Forschungsinformationssystemen (FIS) werden Publikationsmetadaten aus dem Bereich Forschung und Wissenschaft in hoher Qualität bereitgestellt. Es fehlt allerdings in den meisten Fällen die Information zu den Open Access-Publikationsbedingungen, wie APCs, Zugangs- und Verwertungslizenzen, Embargodatum des öffentlichen freien Zugangs. Diese Informationen werden durch externe Datenbankanbieter, Serviceprovider und Verlage abgebildet und können mittels Schnittstellen abgefragt und mit den auf lokaler Ebene verfügbaren Publikationsmetadaten ergänzt werden. Publizieren im 21. Jh. ist eine gemeinschaftliche Praxis, welche sich in einem wichtigen Transitionsprozess befindet. In den an den Universitäten angesiedelten FIS werden Informationen zu gemeinschaftlichem Publizieren und Angaben zu Publikationsbedingungen nicht einheitlich abgebildet. Die auf lokaler Ebene in hoher Qualität erhobenen Publikationsmetadaten sind daher nicht in der Lage die Bedürfnisse eines Open Access-Monitorings auf nationaler Ebene zu erfüllen. Deshalb ist es bisher notwendig, diese Informationen separat zu erheben. Im Sinne einer nachhaltigen Verbesserung und Erleichterung der Prozesse sowie um größtmögliche Transparenz im Bereich wissenschaftliche Publikationen zu gewährleisten, sollen diese Informationen in Zukunft gemeinsam mit den bibliographischen Angaben in einem gemeinsamen Metadatenstandard abgebildet werden. Da es sich hierbei um eine komplexe Erhebungs- und Kurationspraxis handelt, ist es sinnvoll diese Prozesse zentralisiert durchzuführen und den teilhabenden Stakeholdern mittels Schnittstellen zur Verfügung zu stellen:

Wesentliches Projektziel ist die Errichtung eines nationalen Datahubs (Austrian Datahub for Open Access Negotiations and Monitoring). Dieser soll mit Projektabschluss verstetigt und in einen Regelbetrieb überführt werden.

Leitung:

Dipl Inf. Patrick Danowski, IST Austria, patrick.danowski@ist.ac.at
Stellvertretung: Mag. Anna-Laetitia Hikl, Universität für Bodenkultur Wien, anna_laetitia.hikl@boku.ac.at

Teilprojekt 3 (TP3): Erhebung und Analyse von Publikationskosten an österreichischen Universitäten

Beschreibung:

Erhebungen und Analysen von Publikationskosten der Projektpartner werden durchgeführt und praktische Handlungsanleitungen entwickelt, wie Universitätsbibliotheken, Finanzbuchhaltung & Controlling, Qualitätsmanagement sowie Forschungsinformationssysteme besser koordiniert werden können, um hinkünftig Publikationskosten eindeutig identifizieren und zuordnen zu können.
Die derzeit verwendeten Finanzierungsmodelle im Rahmen von Open Access-Transformationsabkommen (Read & Publish-Modell, Offsetting-Modell, Mitgliedschaften u.a.) sind sehr heterogen und können je nach Verlag und Wissenschaftsdisziplin unterschiedlich ausgeprägt sein. Zudem ist die Entwicklung von Open Access-Publikationsmodellen und Kostenmodellen überaus dynamisch.
Aus diesen Gründen stellt die korrekte Erfassung und Zuordnung von (Open Access-) Publikationskosten an den Universitäten derzeit eine große Herausforderung für die Buchhaltung dar. Aus Bibliothekssicht wiederum sind die ausgewiesenen Open Access-Publikationskosten derzeit wenig transparent, teilweise unvollständig und können nur mit großem Aufwand konkreten Publikationen zugeordnet werden.

Leitung:

Mag. Christian Kaier, Universität Graz, christian.kaier@uni-graz.at
Mag. Kerstin Grossmaier-Stieg, Medizinische Universität Graz, kerstin.grossmaier-stieg@medunigraz.at

Teilprojekt 4 (TP4): Predatory Publishing

Beschreibung:

Entwicklung einer Sensibilisierungskampagne zum Problemfeld Predatory Publishing. Schaffung von Informationsinfrastruktur für universitäre Stakeholder (wie Universitätsleitung, Bibliotheksleitung, wissenschaftliches Personal und Studierende) sowie Schulung von Mitarbeiter*innen zur Beratung des wissenschaftlichen Personals.
Eine häufig geäußerte Kritik an der Open Access-Bewegung ist, dass sie extensives Publizieren auf den Weg gebracht und damit dem Aufkommen von Raubverlagen Vorschub geleistet hat. Der Umstand, dass Open Access-Journale durch die Umstellung des Finanzierungsmodells von Subskriptionskosten auf Article Processing Charges (APCs) dazu tendieren, immer mehr Artikel pro Ausgabe zu publizieren, hat demnach maßgeblich zur Entwicklung des Predatory Geschäftsmodell beigetragen.
Opfer des Predatory Publishing sind oftmals junge Wissenschaftler*innen. Unter dem Zwang des Publish or Perish liefern sie sich, wissentlich oder unwissentlich, den Geschäftspraktiken von Predatory Journals aus. Mit aggressiven Spamming-Praktiken und dem Versprechen auf ein rasches und unkompliziertes Publikationsverfahren betreiben diese seit über einem Jahrzehnt erfolgreich Kundenfang.
Im Rahmen des vierten Teilprojekts soll der Bereich von Predatory Publishing und Predatory Conferences erstmals im gesamtösterreichischen Kontext untersucht werden:

Leitung:

Mag. Clara Ginther, Veterinärmedizinische Universität Wien, clara.ginther@vetmeduni.ac.at
Stellvertretung: Mag. Susanne Luger, Universität Linz, susanne.luger@jku.at

Teilprojekt 5 (TP5): Sichtbarkeit von Open Access-Publikationen

Beschreibung:

Anhand der Verwendung alternativer Metriken (Altmetrics) wird die Frage untersucht, ob Open Access die Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Publikationen erhöht.
Die Bedeutung einer wissenschaftlichen Zeitschrift einzuschätzen ist komplex und bedarf eines multidimensionalen Ansatzes um verlässliche Antworten geben zu können. Trotz gegenwärtig wachsender Kritik sind Journal Impact Measures (aktuell am verbreitetsten der Journal Impact Factor von Clarivate Analytics) die geläufigsten Gradmesser, um den Einfluss einer Zeitschrift zu ermitteln. Die Auswirkungen der Digitalisierung haben zur Folge, dass die Journal Impact Measures ihren Alleinstellungscharakter verlieren und zunehmend alternative Metriken (Altmetrics) an Bedeutung gewinnen.
Im Rahmen des fünften Teilprojekts soll der Frage nachgegangen werden, ob Open Access, neben der besseren Verfügbarkeit von wissenschaftlicher Literatur, auch die Erhöhung der Sichtbarkeit fördert (und damit letztlich auch über den Einfluss einer Zeitschrift mitbestimmt).
Auf der Datensammlung von AT2OA aufbauend soll unter Anwendung von alternativen Metriken erhoben werden, welche Resonanz Open Access-Publikationen, nicht nur in der wissenschaftlichen Community, sondern auch im Web haben. Neben der klassischen Zitationszählung sollen hier hauptsächlich neue Formen wissenschaftlicher Kommunikation Anhaltspunkte über Wirkung und Wichtigkeit von Publikationen liefern.

Leitung:

Dr. Christian Gumpenberger, Universität Wien, christian.gumpenberger@univie.ac.at
Stellvertretung: Mag. Andreas Ferus, Akademie der bildenden Künste Wien, a.ferus@akbild.ac.at

TP5 wird freundlicherweise von unserem Partner Altmetric unterstützt.
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